Erste Gedanken über Sinn und Unsinn von Online Friedhöfen hatte ich wohl 1996. Damals war das Netz noch neu und unbekannt und es gab täglich unzählige WebSites – damals sprachen wir noch von »Homepages« – zu entdecken. Da lag es nicht fern, über Suchmaschinen auch mal den Familiennamen meiner Mutter zu suchen. »Rosmanith« ist auch heute noch ein gutes Wort, um Google zu überprüfen. Irgendwann bin ich wohl auf eine amerikanische Seite gekommen, die schon damals eine Art Online-Friedhof geboten hat. Kitschig natürlich, mit blinkenden GIFs und den damals üblichen typographischen Möglichkeiten. Viele dieser frühen Friedhöfe im Netz gibt es nicht mehr. Vielleicht sollte ich hier auf Andacht eine Rubrik für sie einrichten… :-)

2013 war es dann soweit. Nach einigen Jahren vieler Überlegungen war dann der Tod meines Vaters die Initialzündung. Noch einmal habe ich mein Konzept überarbeitet und Funktionen genau definiert. Über meinen Kunden, den Apple-Händler ToolsAtWork, bekam ich Kontakt zu Softwareentwicklern, die sich mit »CONTAO« beschäftigten. Rasch war klar, dass sich meine Wünsche mit diesem CMS sehr gut umsetzen lassen würden. Im Oktober 2013 ging Andacht.at online. Die aufkeimende Diskussion um Facebook und Privatsphäre bestärkten mich in meiner Idee Andacht-Profile grundsätzlich nicht öffentlich zu zeigen, sondern diese Entscheidung den Kunden zu überlassen.

Gerhard GeWalt Walter

Die Geschichte von Andacht geht zurück bis ins Jahr 1995

1996 | Frühe Überlegungen ...

2013 | Andacht geht online ...

Kaiser Karl mit Kaiserin Zita und Kronprinz Otto begleiten den Trauerzug Kaiser Franz Josef, Wien 1916

2013 | Andacht übernimmt Bildpatenschaft der ÖNB

2021, Februar | Anteilnahme in Zeiten von Corona

2021, März | "Andacht-Cards" sind die Sterbebildchen 2.0

2021 | Parten veredelt mit Calligraphie

2021, Oktober | Das große, kleine Update

2021, Allerheiligen

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2021, Lockdown November

Gut versteckt vor Google: Online-Kondolenzen in Zeiten der Pandemie und des Lockdowns