Vilma Kürer

Vilma Kürer (in den USA: Kurer), geboren am 6. Oktober 1914 in Melk, begann 1932 in Wien mit kleinen Rollen. Nach einem Jahr in einem Tournee-Ensemble ging sie an das Deutsche Theater in Prag.

Sie synchronisierte Deanna Durbin in den beiden Universal Pictures-Filmen Three Smart Girls und One Hundred Men and a Girl. 1937 wirkte sie in der österreichisch-ungarischen Produktion Die entführte Braut mit.

Die Flucht vor den Nationalsozialisten führte sie zunächst erneut nach Prag und mit Hilfe eines englischen Journalisten weiter nach Polen. Ende 1938 gelangte sie in die Vereinigten Staaten.

Im Februar 1940 erregte sie in der von Herbert Berghof produzierten Show Reunion in New York der American Viennese Group Aufsehen. Kurz darauf sorgte die ihr angedrohte Ausweisung aus den USA für Schlagzeilen, da sie sich noch immer mit einem Besuchervisum im Land aufhielt. Man riet ihr, einen amerikanischen Staatsbürger zu heiraten, um bleiben zu können. Die durch die Ausweisungsandrohung zusätzlich bekannt gewordene Wienerin heiratete schließlich ihren Kollegen Michael Joffre Lewis.

Neben Radioaufgaben – unter anderem im CBS-Radioplay Crime Without Passion – erhielt sie bedeutende Bühnenrollen in Stücken wie Wallflower (1940), The Private Life of the Master Race (1944) und Temper the Wind (1947). Außerdem spielte sie bei der Emigrantentruppe „Players from Abroad“.

Vilma Kurer trat in mehreren Fernsehserien auf, darunter Hour Glass Show, Believe It or Not, Chevrolet Tele-Theatre (1949), Armstrong Circle Theatre sowie Martin Kane, Private Eye (1950).

Der Hollywood-Traum erfüllte sich 1952 mit einer Rolle in dem Spionagedrama Walk East on Beacon der Columbia Pictures. 1956 wurde sie für die Darstellung der Zeugin Hilde Kranzbeck in dem Stück The Winner von Elmer Rice mit dem Clarence Derwent Award ausgezeichnet.

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